Es begab
sich einst, dass eine kleine Gruppe junger Menschen frustriert
vom Fehlen anderer Freizeitangebote den Abend gemeinsam im
Hause des einen verbrachten. Begünstigt durch den Genuß
diverser Alkoholika trat zu vorgerückter Stunde eine schier
unerklärliche Sehnsucht nach Produktivität zum Vorschein.
Gleich einem Virus übertrug sich jener Drang binnen kürzester
Zeit auf nahezu alle Anwesenden, womit nun nur noch zu klären
war, um was man den Rest der Menschheit denn nun bereichern würde.
Dass es sich um ein audiovisuelles Machwerk handeln sollte,
war schnell geklärt, und das fehlende Vertrauen in die eigene
Kreativität führte dazu, da waren sich alle Beteiligten
einig, dass die beste Alternative zu einem selbst komponierten
Meisterwerk die Neuinterpretation eines bereits bestehenden wäre.
Hier nun setzten die ersten hitzigen Diskussionen um die
geeignetste Vorlage ein. Doch auch dieses Rätsel wurde schließlich
gelöst. Nachdem man ein Remake des Films Jurassic
Park nahezu einstimmig für zu aufwändig befand, fiel
die Wahl auf den nicht minder beliebten Scream.
Völlig begeistert von der Idee, kein Remake, sondern einen
vierten Teil zu erstellen, um somit den Filmtitel betreffend
ein superbes Wortspiel zu kreieren, war man also auch nicht so
sehr in einem inhaltlichen Korsett gefangen.
Möglicherweise wäre ein solches Korsett allerdings auch förderlich
gewesen, denn beseelt von der neugewonnenen Freiheit stürzte
man sich derart unaufhaltsam in die Arbeit, dass die
Phantasien ein wenig überbordeten, und so sämtliche Inhalte
mehr oder weniger auf der Strecke zurückließen. Leider versäumte man es
auch, einen der Protagonisten bis zum Ende am Leben zu
erhalten, damit dieser -zwecks Happy End- den Killer zur
Strecke bringen könnte.
Andererseits mag der Film seine Qualitäten auch gerade aus dem
sympatischen Dilletantismus beziehen. Denn andere Qualitäten
sollte dem Werk bei allem Wohlwollen wirklich niemand
zusprechen...
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