Castle Grayskull wird von einem riesigen, Feuer speienden Drachen angegriffen, den He-Man und sein Kampftiger Battle Cat gerade noch zurückschlagen können. Was die Kämpfer für das Gute jedoch nicht wissen, ist dass es sich dabei lediglich um das Jungtier handelte, während der eigentliche Angriff erst noch bevorsteht.

Man könnte den Eindruck gewinnen, dass man  seitens Europa der Ansicht war, das Geheimnis Prinz Adams in den ersten drei Folgen nicht ausgiebig thematisiert zu haben. Denn in der vorliegenden Folge wird anfangs regelrecht darauf herumgeritten. Dass Adam seine Harmlosigkeit und sein Desinteresse nur spielt, wird ebenso ausformuliert, wie die Notwendigkeit, niemanden dieses Geheimnis erfahren zu lassen. Umso eigenartiger, dass bei all der Fokussierung auf die doppelte Identität Adams ein recht dummer Fehler unterlaufen ist. Noch bevor er zum Zauberschwert greift, zum sich und Cringer zu verwandeln, nennt der Prinz seinen Tiger ´Battle Cat´.

Neben dieser und anderen Kleinigkeiten (die Masters leben nach wie vor auf Schloss Grayskull, der Geist ist noch männlich und Teela wird wiederholt als Herrscherin von Eternia beschrieben) sticht noch das Fehlen von Skeletor ins Ohr. Zwar wird der Herr des Bösen erwähnt und ist auch für die Bedrohung der Burg durch den Drachen verantwortlich, jedoch taucht er zu keiner Zeit persönlich auf.

Stattdessen verschlägt es Arkia, eine Trollanerin, nach Grayskull, wo sie sogleich Orkos gesamte Aufmerksamkeit auf sich zieht. Arkias Verschlossenheit und ihr – auf Dauer äußerst Nerven zehrendes – verlegenes Kichern lassen selbst unerfahrene Hörer schnell ahnen, dass mit der kleinen Trollanerin etwas nicht stimmt. Die Auflösung am Ende war so nicht unbedingt zu erwarten und mutet auch ein wenig eigenartig an, jedoch gehört das, was dazwischen liegt, zum Besten, was die frühen Episoden hergeben. Der Angriff des Drachen ist sehr passend umgesetzt und im Gegensatz zu den anderen Schlachten im Verlauf der Serie bekommt der Hörer hier ein stimmigeres Bild der Dimensionen. Zum ersten und einzigen Mal werden konkrete Zahlen genannt, was die Größe der Armeen angeht. Außerdem war man selten wieder derart rigoros, werfen die Verteidiger der Burg dem Drachen doch eine komplette Rinderherde zum Fraß vor, um Zeit zu gewinnen.

Da der Angreifer als unbezwingbar ausgemacht wird, wendet sich He-Man schließlich an den Geist von Castle Grayskull, welcher hier bereits sein Markenzeichen etabliert, nämlich seine später so typischen, rätselhaften Ratschläge. Im Gegensatz zum Ablauf in den meisten späteren Episoden ist es hier jedoch He-Man, der an den Worten des Geistes verzweifelt und Man-at-Arms, der beginnt, das Rätsel zu entschlüsseln.

Die gemeinsam gefundene Lösung führt die Kämpfer schließlich zu den (offenbar exklusiv für dieses Hörspiel etablierten) Berserkerinseln im Meer der Harmonie. Dort gilt es, Mer-Man zu bezwingen, dem Gottfried Kramer seine unvergleichliche Stimme lieh. Die Rivalität zwischen dem Herrn der Meere und Skeletor wird noch nicht deutlich, wenngleich man eine kurze Äußerung He-Mans als diesbezügliche Andeutung betrachten könnte.
Jener Endkampf an den Klippen der Inseln stellt sogleich den Höhepunkt der Folge dar – zumindest in atmosphärischer Hinsicht. Die brandenden Wellen, die Wind- und Vogelgeräusche und Kramers Organ lassen Bilder im Kopf des Hörers ablaufen, wie sie nur in wenigen Momenten der Reihe entstehen.

Neben Mer-Man tauchen auch Stratos und Man-E-Faces erstmals in Sprechrollen auf. Beide werden hier von ihren jeweils ersten Sprechern verkörpert (Mer-Man wurde bis auf den Totalausfall in Die Ebene der Ewigkeit durchgehend von Gottfried Kramer gesprochen). Sowohl Krystian Martinek (Stratos) als auch Eckart Dux (Man-E-Faces) wurden später durch mindestens ebenbürtige Sprecher (Joachim Richert, Dieter Ohlendiek) ersetzt. Allerdings sind in dieser Folge auch ihre Rollen wenig überzeugend. Zum einen sind sie ohnehin recht knapp, zum anderen bringen sie die Handlung kein Stück voran.

Als kleine Zugabe nimmt man ihre Auftritte jedoch gerne an, zumal die Qualität von Der unbezwingbare Drache durch solche Kleinigkeiten keineswegs getrübt werden kann – dies gelingt schließlich nicht einmal He-Mans Warnung vor dem Drachen: „Pass auf deine Barthaare auf, alter Kater! Sonst verbrennt er sie dir!“