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Aus heutiger Sicht ist es fast schon verwunderlich, dass es solche Komödien bereits in den 70er Jahren gab. Wenn man vielleicht den Look des Films etwas außer Acht lässt, hätte Kaktus Jack eigentlich auch vor ein paar Jahren gedreht worden sein können. Dies zeigt schon, wie zeitlos die meisten Gags hier sind. Für viele werden diese Witze allerdings auch einfach nur albern sein, denn zum größten Teil kann man Kaktus Jack als real-life Variante vom Roadrunner bezeichnen, die eben zufällig im Wilden Westen spielt.
Hier wird wirklich alles geboten, was
das Cartoonherz begehrt: Der einen Berg hinunterrollende Kugelfelsen ist
ebenso mit von der Partie wie der Leim auf dem Bahnübergang und sogar der auf
einen Felsen gemalte Tunnel! Dementsprechend sollte man sich auch nicht auf
eine besonders dichte Story einstellen, im Prinzip besteht hier alles
lediglich aus Jacks Jagd auf Arnie und seine vollbusige Begleitung. Die
einzelnen Szenen werden beinahe wie die verschiedenen Episoden beim Roadrunner
aneinandergereiht und stets tappt Jack in seine eigenen Fallen.
Dementsprechend gibt es über Kaktus Jack inhaltlich auch nicht viel
mehr zu berichten. Man sollte einfach wissen, welche Art Film einen erwartet
und dann entscheiden, ob man sich darauf einlassen möchte. Für alle, die
zwar mit diesem Comichumor nichts anzufangen wissen, aber dennoch einen Blick
riskieren wollen, bietet sich mit Arnold Schwarzenegger im babyblauen
Cowboykostüm immerhin ein Anblick mit absolutem Seltenheitswert.
Weder Westernfreunden noch Fans von Comicverfilmungen sei Kaktus Jack
uneingeschränkt empfohlen. Wer aber auf Sachen wie Hot Shots abfährt,
sollte sich diese relativ unbekannte Westernparodie mit Cartoon-Humor nicht
entgehen lassen. Erwähnt sei noch der bei Komödien übliche
Qualitätsunterschied zwischen englischer und deutscher Fassung. Denn gerade
in diesem Film findet so manches Wortspiel Verwendung, was schon bei den Namen
der Hauptfiguren anfängt (Arnie trägt im Original den ungleich passenderen
Namen 'Beautiful Stranger’).
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