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Dr. Eli Rudkus ist der neue Tierarzt im verschlafenen Farmerdorf Host. Er nimmt seinen Job zwei Wochen eher als geplant auf und kommt damit keinen Tag zu früh. Denn kurz nach seiner Ankunft wird er zu Farmer Jacob Long gerufen, dessen Rinder von seltsamen Parasiten befallen zu sein scheinen. Eli bemerkt schnell, dass es sich dabei um keine herkömmliche Spezies handelt und befürchtet, dass sie nicht nur eine Gefahr für die Tiere darstellen, sondern auch auf den Menschen übertragen werden könnten ...
Nu Image-Produktionen sind ja nicht gerade für ihre innovativen Stories bekannt, eher schon für mal mehr, mal weniger liebevoll gestaltete Blaupausen altbekannter Genre-Muster. Auch Larva fügt sich bestens in dieses Schema ein, denn was hier passiert, hat man schon dutzende Male woanders gesehen, manchmal besser, manchmal aber auch schlechter. Bereits die Erzählweise fällt angenehm positiv auf, und im Gegensatz zu manch anderem Tier-Horror wirkt der Plot nicht völlig wirr, wenngleich er natürlich gewohnt dünn ausfällt.
Der neue Doc im Bauernkaff entdeckt eine zunächst unsichtbare Gefahr für die Bevölkerung, stößt aber selbstverständlich erst einmal auf taube Ohren. Lediglich Farmer Jacob steht ihm zur Seite. Als Eli dann auch noch die Ursache der Bedrohung erkennt, sind die Fronten schnell geklärt. Bei den Parasiten handelt es sich um Leberegel, welche durch das vom örtlichen Großindustriellen "Host Tender Meat" verabreichte Gen-Futter bedenklich an Größe gewinnen und einen unstillbaren Blutdurst entwickeln. Fletcher Odermatt heißt der Chef der Firma und fungiert fortan als der böse Gegenspieler. Dabei versucht der Film sogar in einer Szene auf eine bemitleidenswert naive Weise, dem Bösewicht eine gewisse Tiefe zu verleihen, indem er uns Fletcher als fürsorglichen Familienvater zeigt, der beim Abendessen mit seinem Sohnemann herumalbert. Nun gut, zumindest gewinnt dadurch das spätere Ableben gewisser Mitglieder der Familie Odermatt an Wirkung.
Ansonsten lohnt es sich wie gewohnt
weder bei den Charakteren noch bei der Handlung nach Tiefgang zu suchen.
Fletcher wird ungeachtet seiner familiären Situation solide von TV-Veteran
David Selby verkörpert. Vincent Ventresca (Dead & Breakfast),
der den Doc gibt, ist nicht gerade mit einem größeren Wiedererkennungswert
gesegnet und bleibt weitestgehend blass. Ebenfalls etwas durchwachsen fällt
der Auftritt von Ex-Bunny Rachel Hunter aus, der man zwar nicht
zwangsläufig ein gesteigertes Schauspieltalent unterstellen muss, die aber
allein aufgrund ihrer Rolle völlig chancenlos bleibt. Sie verkörpert (und
das darf man trotz ihrer Vergangenheit leider nicht im Geringsten wörtlich
nehmen) Fletchers Anwältin, die zunächst zwei-drei berufstypisch
unsympathische Sätze sprechen darf, bevor sie sich auf die Seite unserer
Helden schlägt, dabei aber die ultimative Mitläufer-Rolle innehat. Fast
ist man geneigt zu vermuten, die Gute sei eher zufällig in diesen Film
gerutscht, weil sie gerade preisgünstig zu haben war und man mit ihrem
Namen zumindest im weitesten Sinne etwas Promotion betreiben konnte.

Auf den ersten Blick könnte es passieren, dass man den Film zu ernst nimmt, wer sich dieses Eindrucks allerdings auch nach dem Abspann noch nicht erwehren kann, dem sei an dieser Stelle das Making Of ans Herz gelegt, welches sich auf der deutschen DVD aus dem Hause Kinowelt befindet. Spätestens hier wird deutlich, dass in diesem Streifen auch eine gehörige Portion Augenzwinkern liegt. Dass hier gar nicht erst versucht wurde, große Innovationen zu kreieren, müsste allein schon durch die Story klar sein. Hier werden bewusst Genre-Versatzstücke teils kochbuchartig zusammengefügt, was mal mehr, mal weniger freiwillig zu so manchem Lacher führt. Wer weiß, was ihn erwartet und dennoch zu Larva greift, wird aller Voraussicht nach Gefallen an diesem kurzweiligen Creature-Horror finden.
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